Eine Ausstellung über ein Land, das das längste Handelsembargo der modernen Geschichte ausharrte. Ein Land, in dem die Zeit im Kommunismus stehen geblieben ist – Kuba
 
Kubas Uhren haben immer langsamer getickt als unsere. Umgeben vom Wasser, gefangen im Kommunismus scheint die Insel geschützt zu sein, vor der Eile des Kontinents.

Geschützt, aber zugleich auch vergessen. Denn die Insulaner haben seit dem Handelsembargo der USA mit den einfachsten Dingen, wie Hygiene und Versorgung zu kämpfen. Jeder Sturm bringt das System aus der Bahn.

Mit der Jahreswende zu 2015 scheint sich auch Kubas Blatt zu wenden. Das Handelsembargo soll aufgehoben werden. Der Hoffnung stehen auch Zweifel gegenüber: Wird sich Kuba positiv entwickeln oder bewirkt die Öffnung gen Westen eine Ausbeutung der Kubaner? 

Es kann sein, dass Kuba wie es heute ist in einigen Jahren nicht mehr existiert. Im schlimmsten Fall, werden die Immobilien von Ausländern aufgekauft und vermarktet. Eine Welle des Kommerzes würde die Insel überrollen, ihr Charme ginge verloren. 

Die Fotos sollen Kubas ruhige und friedliche Stimmung einfrieren und zeigen, dass es ein einzigartiges Land ist, das es in dieser Form nicht noch ein mal gibt.